Übernachtungszahlen lesen – ohne in Kennzahlen zu ertrinken

Monatsberichte der Beherbergungsstatistik landen oft ungelesen in Ordnern. Dabei reichen drei Vergleiche, um eine Kampagne zu schärfen: Herkunft der Gäste, durchschnittliche Aufenthaltsdauer und Anteil der Wiederkehrer.

Ein Beispiel aus einer mittelgroßen Kurstadt: Die Übernachtungen stiegen leicht, die Aufenthaltsdauer sank. Die Kampagne hatte Tagesausflügler aus der Nachbarregion angelockt – erwünscht für den Einzelhandel, weniger für die Hotels. Erst die Differenzierung der Botschaft nach Wochentag und Wochenende brachte wieder längere Aufenthalte.

Standortmarketing braucht keine Dashboards voller Graphen. Es braucht die Fähigkeit, eine Zahl in eine Entscheidung zu übersetzen: Wen sprechen wir nächste Saison an, und wo?

In unseren Workshops legen wir die Zahlen neben die bestehenden Flyer und Plakate. Oft zeigt sich, dass das Bildmaterial eine andere Gästegruppe beschreibt als die Statistik. Genau dort setzen wir an.